
Modelleinrichtung vom Staatsinstitut für Frühpädagogik
Der Kindergarten St. Wolfgang hat an der Erprobung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans von September 2003 bis Juli 2004 teilgenommen.
Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan versteht Erziehung und Bildung als ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Er ist vor dem Hintergrund eines Menschenbildes entworfen, das das Kind als ein Wesen ansieht, das auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt ist. Mit Neugier und Kompetenzen ausgestattet erkundet und erforscht es - mit Unterstützung der erwachsenen Bezugspersonen - eigenaktiv sich selbst und die Welt um sich herum und eignet sich dabei Wissen an. Der Bezugspunkt erzieherischen Denkens und Handelns ist daher das Kind als vollwertige Persönlichkeit, das zu seiner Entfaltung auf vielfältige Anregungen von Seiten der Erwachsenen angewiesen ist.

Pädagogische Ziele und Schwerpunkte:
- Im Mittelpunkt steht die Individualität des Kindes.
- Das Kind so anzunehmen wie es ist
- Das Kind in einem wichtigen Lebensabschnitt zu begleiten, zu fördern und seine Persönlichkeit zu stärken.
- Gemeinsam mit den Eltern und anderen pädagogischen Institutionen versuchen wir die Kinder zu lebenstüchtigen Menschen zu erziehen.
- Ein regelmäßiger Informationsaustausch über den Entwicklungsstand und eine zielorientierte Förderung des Kindes ist uns wichtig.
Pädagogischer Ansatz:
Die Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit orientieren sich an der Lebenswelt, bzw. an der Lebenssituation der Kinder. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Eltern, wollen wir die Kinder ganzheitlich ( Körper, Seele, Geist ) fördern. Die Kinder werden ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend gefördert.
Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit:
- Individuelle Persönlichkeit stärken
- Bewusste Körper-Erfahrung ermöglichen
- Fähigkeiten im lebenspraktischen Bereich fördern
- Kognitive Fähigkeiten (geistige) individuell fördern
- Fähigkeiten im Umgang mit anderen stärken
- Regeln und Grenzen einhalten
Förderschwerpunkte:
- Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
- Sprachliche Bildung und Erziehung
- Mathematische Bildung
- Naturwissenschaftliche und technische Bildung
- Umweltbildung und -erziehung
- Medienbildung und -erziehung, elementare informationstechnische Bildung
- Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
- Musikalische Bildung und Erziehung
- Bewegungserziehung und -förderung (Sport)
- Gesundheitliche Bildung und Erziehung

Tagesablauf:
- Die Eltern übergeben das Kind an das Erziehungspersonal
- Begrüßung:
Persönliche Begrüßung des Kindes mit Handschlag und Blickkontakt, wenn das Kind in die Gruppe kommt.
Gemeinsamer Morgenkreis 8.30 Uhr
Gemeinsamer Mittagskreis 13.00 Uhr (Nachmittagsgruppe)
Für jedes Kind es wichtig, daran teilnehmen zu können. Gemeinsam werden aktuelle Tagesaktionen besprochen.
- Freispielzeit:
Eigenständiges und selbständiges spielen mit Freunden und Materialien in verschiedenen Bereichen. In dieser gelenkten Zeit bekommt das Kind vom Gruppenpersonal Impulse, Hilfe und Unterstützung.
- Spielmöglichkeiten innerhalb der Gruppe
- Spielmöglichkeiten in den Außenbereichen ( Turnraum, Knetetisch,
Traumland - Mandalabereich, Experimentierbereich, Garten, Spielen
in anderen Gruppenzimmern, themenbezogene Bereiche )
- Gleitende Brotzeit
(6 Kinder dürfen gemeinsam am Brotzeittisch essen)
- Gezielte Beschäftigungen
„Das Spiel des Kindes
ist nicht Spielerei-
es hat hohen Ernst und
tiefe Bedeutung;
pflege, nähre es, Mutter,
schütze , behüte es Vater.
Die Spiele sind die Herzblätter
des späteren Lebens“
( Friedrich Fröbel, Begründer des Kindergartens)
- Angeleitete Aktionen
(z. B. Bilderbuchbetrachtungen, Malen, Turnen, Klanggeschichten,
Liedeinführungen, Märchen usw. mit einer Teil- oder
Gesamtgruppe )
- Gemeinsames Aufräumen
- Mittagskreis – Schlusskreis
- Beten
- Mittagstisch
- Gemeinsames Spielen im Garten
- Persönliche Verabschiedung des Kindes vom Gruppenpersonal und Übergabe an die Eltern
- Je nach Buchungszeit findet in den Gruppenräumen eine zweite Freispielzeit statt